Sternenkinder

Derzeit gibt es jährlich mehrere tausend Sternenkinder, Kinder die tot auf die Welt kommen, dazu zählen für uns auch Verluste vor der 12. Schwangerschaftswoche.

 

Wir möchten betroffenen Eltern mit unserer Arbeit ein klein wenig Unterstützung geben und den Stationen in Spitälern ein wenig mehr Farbe verleihen.

Mit unseren Trostboxen möchten wir bleibende Erinnerungen schaffen, die so individuell sind, wie das verstorbene Kind selbst.

Frühchen

Ungefähr 5 – 10 % aller Kinder sind Frühgeborene, in der Schweiz jährlich etwa 4500. Ein Frühgeborenes ist ein Kind, das mindestens zwei Wochen zu früh, also vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wird. 

 

Mit unserer Frühchenkleidung möchten wir den Eltern ermöglichen, auch die kleinsten Babys, ab der 25. Schwangerschaftswoche (Grösse 32) zu kleiden, und diese Kleidung als Andenken an diese schwere Zeit mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Die Kleider sind den Bedingungen des Spitals angepasst. Sie besteht ausschließlich aus Jersey und die Kabel und Schläuche sind durch die Bindebänder sehr gut zugänglich. Dadurch wird auch dem Pflegepersonal die Arbeit deutlich erleichtert.

Nicht nur Frühcheneltern dürfen sich bei uns melden, auch für Angehörige und Freunde haben wir ein offenes Ohr.

Ebenso geben wir die Kleidung an termingerecht geborene Babys, die jedoch viel zu klein für industriell gefertigte Sachen sind, ab.

§§§ Gesetzliche Regelung der Mutterschaftsentschädigung bei Frühgeburt §§§

Viele Frühchen Mamis stellen sich die Frage, wie die Mutterschaftsentschädigung geregelt ist, wenn ihr Frühchen längere Zeit auf der Neonatologie bleiben muss.

Dazu hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 2. März 2018 eine Änderung des Gesetzes über die Erwerbsersatzordnung in die Vernehmlassung geschickt. Damit soll einem Parlamentsauftrag entsprechend eine Mutter länger Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung haben, wenn ihr Neugeborenes mehr als drei Wochen nach der Geburt im Spital bleiben muss. 

Hier findet Ihr den Beschluss ausführlich beschrieben:

https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/medieninformationen/nsb-anzeigeseite.msg-id-69793.html?fbclid=IwAR2BRaBtGi1MiWpv1wJfWDMVfJeE59P1ZMc2KlyyK3H-9_EYmc_SDCfETGg

Information der Santesuisse zur Übernahme der Kosten von Fertigmilchpulver für Frühgeborene

Normales Milchpulver für Frühgeborene gibt es verschiedene auf dem Markt. Da es sich um eigentliche Nahrungsmittel handelt, werden die nicht als Medikamente gehandelt sondern fallen wohl eher unter die Lebensmittelgesetzgebung. Auf der Spezialitätenliste sind somit solche Produkte nicht zu finden. Die Spezialitätenliste enthält die von den Krankenversicherern vergüteten Originalpräparate und günstigeren Generika mit Preisen.

 

Erst wenn eine Ernährungsstörung beim Säugling vorliegt, so hat es u.a. auf der Spezialitätenliste eine Handvoll von Produkten, die verschrieben werden dürfen und auch bezahlt werden (maximal bis zu einem Alter von 12 Monaten). Siehe Link: http://www.spezialitätenliste.ch/ShowPreparations.aspx?searchType=ItCode&searchValue=07.01.10.

 

In bestimmten Fällen (z.B. bei Diabetiker) kann es sein, dass spezielle Produkte verwendet werden müssen. Diese Produkte müssen vom Arzt verschrieben werden. Diese Produkte werden in bestimmten Fällen und für eine bestimmte Zeit von der Krankenversicherung übernommen.

Suchen Sie eine beratende Person an Ihrer Seite?

 

Doula Eva Zurlinden, die «Geburtshelferin» für Frühcheneltern

Innerhalb von 4 Jahren habe ich 3 Kinder zwischen der 29 und 32sten Woche bekommen. Beim ersten Kind konnte ich mich 2 Tage auf die drohende Frühgeburt vorbereiten. Medizinisch-Technisch wurde ich super vorbereitet. Der Ablauf der Geburt und danach ein paar Wochen Spitalaufenthalt des Kindes. Rein theoretisch habe ich das verstanden. Die praktische Umsetzung hat anders ausgesehen. Was anfangs wie ein klarer Plan ausgesehen hat, wurde plötzlich von Gefühlen überschwemmt. Niemand erklärte mir wie das ist ohne Kind nach Hause zu gehen, abzupumpen, Verwandte und Bekannte beruhigen und den Adrenalinschub zu verarbeiten, wenn es bimmelt, weil dein Kind nicht atmet. Das Resultat war 2 Wochen abpumpen ohne wirklich Milch zu produzieren, Beckenbodenkrämpfe beim Aufstehen (weil ich mich nicht geschont habe) und ein halbes Jahr ohne richtige Mami-Gefühle. Mein Körper hat alle Register gezogen und ich habe einfach nur funktioniert.

Beim 2. und 3. Kind war ich viel besser vorbereitet und wusste was auf mich zu kommt als es plötzlich hiess Muttermund geöffnet – Kind kommt jetzt! Allein durch die Erfahrung konnte ich die erste Zeit viel mehr geniessen, trotz allem. Zudem hatte ich Kapazität mit andern Müttern Kontakt aufzunehmen. Der Umgang mit der Situation war ganz unterschiedlich. Eines hatten jedoch alle gemeinsam, sie fühlten sich irgendwie der Situation ausgeliefert und sie freuten sich nach Hause zu gehen. Dass dort vielleicht die grössten Schwierigkeiten erst kommen würden, realisierten sie erst viel später. Sehr wenige von den Eltern, mit denen ich Kontakt hatte, fühlten sich von A bis Z sicher und gut begleitet.  

So entwickelte ich die Idee meine Erfahrungen als 3fache Frühchen Mutter, als Pflegemutter von Neugeborenen und mein Fachwissen als Sozialpädagogin zu nutzen und mein Wissen als Doula für Frühchen Eltern anzubieten. 

Ich begleite als Doula:

  • Eltern, die mit einer drohenden Frühgeburt im Spital oder zu Hause liegen müssen

  • Eltern, die ein Frühchen bekommen haben und emotional, psychisch überfordert sind

  • Eltern, die Schwierigkeiten haben in den Alltag zu finden mit dem Frühchen (Geschwisterkinder, Handling, Füttern, Infos an das Umfeld, hin und her zwischen Spital und zu Hause)

  • Eltern, die ein Frühchen haben, welches in der Entwicklung verzögert ist oder eine Behinderung diagnostiziert hat.

  • Eltern, die ein Frühchen haben, welches Schwierigkeiten hat im Kindergarten oder in der Schule oder vielleicht ständig krank ist.

Als Doula ist es mein Ziel, den Eltern Sicherheit zu geben und sie da zu begleiten, wo sie es brauchen, damit die Eltern ihre Kinder optimal in ihrer Entwicklung unterstützen können. Dazu braucht es Eltern, die das Geburtserlebnis verarbeitet haben und eine entwicklungsunterstützende Kommunikation zwischen Eltern und Kind.

Seit 2020 Jahr dürfen wir mit Eva Zurlinden (Doula und Sozialarbeiterin bei SOFA) zusammenarbeiten. 

Sollten Sie Unterstützung brauchen, oder eine Frage haben, wenden Sie sich an uns, wir vermitteln sehr gern den Kontakt.